Ein nasser Sattel, Flugrost an der Kette und zwei Fahrräder, die ständig im Weg stehen: Wenn Keller und Hausflur als Stellplatz ausscheiden, kannst Du eine Fahrradgarage selber bauen. Im Unterschied zu einem offenen Fahrradunterstand schützt die geschlossene Holzgarage Deine Räder von mehreren Seiten vor Regen, Sonne und neugierigen Blicken. Durch die Doppeltür schiebst Du beide Bikes trotzdem ohne großes Rangieren hinein.
Unsere FUXTEC-Variante ist eine kompakte Fahrradgarage aus Holz für zwei normale Erwachsenenräder. Sie misst außen etwa 175 Zentimeter in der Breite und 240 Zentimeter in der Tiefe. Ein angehobener Boden hält Spritzwasser fern, das Pultdach leitet Regen nach hinten ab und gegenüberliegende Lüftungsöffnungen helfen den Rädern beim Trocknen. Mit einer sorgfältigen Planung, wetterfesten Materialien und passenden Akku-Werkzeugen lässt sich das Projekt zu zweit an mehreren Arbeitstagen umsetzen.
Die FUXTEC-Fahrradgarage auf einen Blick
Die Maße sind ein praxistauglicher Ausgangspunkt für zwei Citybikes, Trekkingräder oder E-Bikes. Miss Deine Räder inklusive Lenker, Spiegel, Körben und Kindersitz trotzdem vor dem Materialkauf aus.
Außenmaßca. 175 × 240 cm
Höheca. 190 cm vorn, 175 cm hinten
Kapazität2 Erwachsenenräder
Aufwand3 bis 4 Arbeitstage zu zweit
Fahrradgarage, Fahrradbox oder Bikeport: Was bauen wir?
Ein Bikeport ist an mindestens einer Seite offen. Er hält den gröbsten Regen ab und lässt sich schnell bauen, bietet aber kaum Sicht- oder Diebstahlschutz. Eine niedrige Fahrradbox ist platzsparender, zwingt Dich beim Ein- und Ausparken jedoch häufig zum Bücken oder Rangieren. Ein großer Fahrradschuppen bietet Stehhöhe und zusätzlichen Stauraum, benötigt aber mehr Fläche, Material und möglicherweise eine andere baurechtliche Bewertung.
Unsere Fahrradgarage liegt bewusst dazwischen. Sie ist hoch genug, um die Räder bequem durch eine breite Doppeltür zu schieben, bleibt mit rund 6,4 Kubikmetern umbautem Raum aber deutlich kompakter als ein Gartenhaus. Die Garage ist geschlossen, jedoch nicht luftdicht. Das ist wichtig, denn Feuchtigkeit, die mit einem nassen Fahrrad hineingelangt, muss wieder entweichen können.
Fahrradgarage aus Holz planen
Standort und Zufahrt
Wähle einen gut erreichbaren Platz nahe Hauszugang oder Gartenweg. Vor der Doppeltür sollte mindestens die Länge eines Fahrrads als freie Rangierfläche bleiben. Das Dach entwässert nach hinten; dort brauchst Du Platz für eine kleine Rinne und einen kontrollierten Wasserablauf. Stelle die Garage nicht in eine Senke, in der sich nach einem Regenschauer Wasser sammelt.
Ein befestigter Zugang verhindert, dass Du Schlamm und Nässe in den Neubau trägst. Wenn Du den Weg gleichzeitig erneuern möchtest, zeigt Dir unser FUXTEC-Ratgeber zum Anlegen eines stabilen Gartenwegs den richtigen Aufbau aus Tragschicht, Bettung und Belag.
Braucht eine Fahrradgarage eine Baugenehmigung?
Für kleine Nebengebäude gibt es in Deutschland keine einheitliche 10-Kubikmeter-Regel, auf die Du Dich überall verlassen kannst. Welche Fahrradgarage verfahrensfrei gebaut werden darf, ergibt sich aus der Landesbauordnung. Zusätzlich können Bebauungsplan, Gestaltungssatzung, Grenzabstände, Leitungen im Boden und örtliche Vorgaben eine Rolle spielen. Auch ein verfahrensfreies Vorhaben muss das übrige öffentliche Baurecht einhalten.
Kläre deshalb vor dem Einkauf mit Deiner Gemeinde oder dem zuständigen Bauamt, ob Standort, Größe und Abstand zur Grundstücksgrenze zulässig sind. In einer Mietimmobilie brauchst Du außerdem die Zustimmung des Eigentümers. Einen breiteren Überblick zu Materialien, Kosten und Planung findest Du im FUXTEC-Ratgeber zum Bau eines Gartenhauses.
Maße für zwei Fahrräder bestimmen
Ein normales Erwachsenenrad ist häufig rund 180 bis 200 Zentimeter lang. Breite Lenker, Spiegel oder Fahrradtaschen entscheiden darüber, wie viel Abstand zwei Räder nebeneinander benötigen. Unsere Innenfläche von ungefähr 160 × 225 Zentimetern passt für zwei typische Räder, wenn Du sie abwechselnd vorwärts und rückwärts einstellst. Dadurch liegen die Lenker nicht auf gleicher Höhe.
Für ein Lastenrad, einen Fahrradanhänger oder ein Rad mit langem Heckträger musst Du die Garage individuell vergrößern. Stelle die Fahrräder probeweise auf einer freien Fläche auf, markiere die geplanten Innenmaße und öffne Taschen, Ständer sowie Türen. Dieser einfache Test ist zuverlässiger als eine pauschale Faustformel.
Holz, Dach und konstruktiver Holzschutz
Für Rahmen und Verkleidung eignen sich unter anderem Douglasie und Lärche. Beide Holzarten sind für Außenprojekte beliebt, müssen aber trotzdem so verbaut werden, dass Wasser schnell ablaufen und das Holz wieder trocknen kann. Kein Holzbalken darf direkt auf Erde stehen. Pfostenträger, ein angehobener Boden, Dachüberstände, Tropfkanten und eine hinterlüftete Fassade sind wichtiger als ein besonders dicker Farbanstrich.
Das Pultdach unserer Variante fällt auf 240 Zentimetern Tiefe um etwa 15 Zentimeter nach hinten ab. Das entspricht rund 6 Prozent Gefälle. Ob das für Deine Dachbahn ausreicht, richtet sich nach dem gewählten System. Halte Dich bei Dachmembran, Kleber, Randprofilen und Anschlüssen immer an die Herstellervorgaben.
Belüftung und Diebstahlschutz
Plane mindestens zwei tiefe und zwei hohe, gegenüberliegende Lüftungsöffnungen ein. So kann kühlere Luft unten einströmen und feuchte Luft oben austreten. Ein engmaschiges Gitter hält Insekten und kleine Tiere fern. Die Öffnungen dürfen später weder durch Regale noch durch Taschen verdeckt werden.
Eine geschlossene Holzgarage erschwert den Zugriff, ist aber kein Tresor. Verwende durchgeschraubte Bänder, einen soliden Überwurf mit verdeckten Befestigungen und ein hochwertiges Schloss. Noch wichtiger ist ein innenliegender Bodenanker, der mit einem Fundament oder einem ausreichend tragfähigen Bauteil verbunden ist. Schließe den Fahrradrahmen daran an und prüfe zusätzlich die Bedingungen Deiner Hausrat- oder Fahrradversicherung.
Für E-Bikes: Plane nicht einfach eine Mehrfachsteckdose im Holzschuppen ein. Außenstromkreise und Steckdosen müssen von einer Elektrofachkraft für den Einsatzort ausgelegt und geschützt werden. Lade nur nach Herstellerangaben mit dem passenden Ladegerät, auf einer nicht brennbaren Unterlage und nicht unbeaufsichtigt. Beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich heiße Akkus werden nicht weiter geladen.
Materialliste für die Fahrradgarage aus Holz
Die folgenden Mengen sind Richtwerte für unsere Garage mit etwa 175 × 240 Zentimetern Außenmaß. Passe sie an Deine Holzquerschnitte, die tatsächlichen Plattenformate, die Statik am Standort und das gewählte Dachsystem an.
| Bauteil |
Material |
Richtmenge |
| Fundament |
Beton, Schalung und 6 verzinkte Schwerlastanker oder Pfostenträger |
6 Punktfundamente |
| Bodenrahmen |
Konstruktionsholz etwa 45 × 95 mm |
ca. 18 laufende Meter |
| Wand- und Dachrahmen |
Kantholz etwa 70 × 70 mm und Rahmenholz etwa 45 × 70 mm |
ca. 45 laufende Meter zusammen |
| Boden |
wetterfeste Dielen oder geeignete Außenbauplatte |
ca. 4,2 m² |
| Fassade und Türen |
Profilbretter oder überlappende Fassadenbretter |
ca. 15 m² plus Verschnitt |
| Unterkonstruktion Fassade |
Konter- und Traglattung, diffusionsoffene Fassadenbahn |
nach gewähltem Fassadensystem |
| Dach |
18-mm-OSB/3, EPDM- oder geeignete Dachbahn, Kleber und Randprofile |
ca. 5 m² Platte und 5,5 m² Dachbahn |
| Türen |
6 schwere Ladenbänder, Riegel, Überwurf, Vorhängeschloss und Türfeststeller |
1 Satz |
| Lüftung |
witterungsgeschützte Lüftungsgitter mit Insektenschutz |
mindestens 4 Öffnungen |
| Befestigung |
korrosionsbeständige Holzbauschrauben, Bolzen, Winkel und Verbinder |
nach Konstruktionsplan |
| Oberfläche |
geeignete Außenlasur, Holzöl oder Wetterschutzfarbe |
nach Herstellerverbrauch |
Rechne je nach Holzart, Dachaufbau, Beschlägen und Fundament grob mit Materialkosten von etwa 900 bis 1.500 Euro. Sondermaße, hochwertige Sicherheitstechnik oder eine neue Pflasterfläche können den Betrag erhöhen. Vergleiche die Preise erst, wenn Zuschnittplan und Stückliste feststehen.
Werkzeuge und Schutzausrüstung
Du brauchst Maßband, Maurerschnur, Pflöcke, großen Winkel, Wasserwaage, Spaten oder Erdbohrer, Schaufel, Mörtelkübel, Schraubzwingen, Hammer, Cuttermesser, Pinsel sowie passende Bohrer und Bits. Beim Sägen und Bohren gehören Schutzbrille und Gehörschutz dazu. Trage beim Umgang mit Beton und Holzschutz geeignete Handschuhe und beachte die jeweiligen Produktinformationen.
Gerade Schnitte gelingen mit einer Handkreissäge, Detailausschnitte mit einer Stichsäge. Zum Vorbohren und Verschrauben eignet sich ein kräftiger Akku-Bohrschrauber. Eine stabile mobile Arbeitsfläche hilft Dir dabei, die langen Hölzer sicher zu fixieren. Prüfe vor jedem Einsatz, ob Sägeblatt, Bohrer und Schraube zum Material passen.
Vor dem Start: Eine Holzgarage dieser Größe ist kein Möbelstück. Fundament, Verankerung, Holzquerschnitte und Verbinder müssen Wind, Eigengewicht und den Bedingungen an Deinem Standort standhalten. Bei unsicherem Boden, hoher Schnee- oder Windlast und bei Abweichungen vom Plan lässt Du die Konstruktion von einer fachkundigen Person prüfen.
Fahrradgarage selber bauen: Anleitung in 8 Schritten
1. Standort ausmessen und Grundriss abstecken

Räume den Standort frei und prüfe, wo Dachwasser ablaufen kann. Stecke ein Rechteck von 175 × 240 Zentimetern mit Pflöcken und Maurerschnur ab. Kontrolliere nicht nur die Seitenlängen, sondern auch beide Diagonalen. Bei einem exakt rechtwinkligen Rechteck sind sie gleich lang; bei unserem Maß liegen sie bei ungefähr 297 Zentimetern.
Markiere die sechs Auflagepunkte in zwei Reihen mit jeweils drei Fundamenten. Prüfe dabei Türseite, Rangierfläche und den Abstand zur Grundstücksgrenze noch einmal. Unter der künftigen Doppeltür muss der Übergang zum Weg eben und möglichst stolperfrei bleiben.
2. Punktfundamente und Anker vorbereiten

Hebe die Fundamentlöcher an den markierten Punkten aus. Abmessung und Gründungstiefe hängen von Boden, Frostzone, Last und örtlichen Vorgaben ab. Fülle tragfähigen Untergrund ein, stelle die Schalung her und richte die korrosionsgeschützten Anker mit Schnur, Wasserwaage und einer Hilfslatte exakt zueinander aus.
Betoniere die Anker ein oder befestige zugelassene Schwerlastanker nach dem Aushärten auf dafür geeigneten Betonfundamenten. Halte die vom Betonhersteller vorgegebene Aushärtezeit ein. Holz und frischer Beton dürfen nicht durch einen zu frühen Aufbau belastet werden.
3. Bodenrahmen bauen und beplanken

Säge die beiden Längsträger und die Querhölzer des Bodenrahmens zu. Lege alles zunächst trocken aus, kontrolliere die Diagonalen und bohre die Verbindungen vor. Montiere die Querbalken in einem Abstand, der zur gewählten Bodenplatte oder Diele passt. Bei unserer Variante liegen die Achsabstände ungefähr zwischen 40 und 50 Zentimetern.
Verschraube den Rahmen mit zugelassenen Verbindern und verankere ihn auf den sechs Fundamentpunkten. Er muss waagerecht liegen und rundum Abstand zum Boden behalten. Beplanke ihn anschließend mit wetterfesten Dielen oder einer für den Außenaufbau geeigneten Platte. Kleine Entwässerungsfugen verhindern, dass Putz- oder Regenwasser auf dem Boden stehen bleibt.
4. Wandrahmen aufrichten und aussteifen

Baue die beiden Seitenrahmen möglichst flach auf dem Boden vor. Die vorderen Pfosten werden etwa 190 Zentimeter, die hinteren rund 175 Zentimeter hoch. Die obere seitliche Rahmung bildet dadurch das Gefälle für das spätere Pultdach. Setze Zwischenständer so, dass Fassadenbretter und Dachlast zuverlässig aufgenommen werden.
Richte die Rahmenteile zu zweit auf, fixiere sie mit Schraubzwingen und vorläufigen Diagonalstreben und verbinde sie mit Vorder- und Rückrahmen. Die Front erhält einen tragfähigen Sturz über der breiten Türöffnung. Prüfe jeden Pfosten in zwei Richtungen mit der Wasserwaage. Entferne die Hilfsstreben erst, wenn die Konstruktion dauerhaft ausgesteift ist.
5. Pultdach aufbauen und abdichten

Setze die Dachsparren in gleichmäßigen Abständen auf die seitlichen Träger und sichere sie mit geeigneten Verbindern. Plane vorn und an den Seiten einen kleinen Überstand ein. Verschraube die 18 Millimeter starken OSB/3-Dachplatten versetzt, lasse die vom Plattenhersteller geforderten Fugen und führe keine freien Plattenstöße zwischen zwei Sparren aus.
Reinige die Dachfläche und verlege die Dachbahn nach Systemvorgabe. Bei einer EPDM-Bahn wird die Membran spannungsfrei ausgerollt, zurückgeschlagen und mit passendem Kleber abschnittsweise aufgebracht. Montiere Tropfkanten, Randprofile und hinten eine kleine Regenrinne. Leite das Wasser auf eine geeignete Fläche, in eine Regentonne oder in eine zulässige Versickerung – nicht direkt an Fundament oder Nachbargrundstück.
6. Fassade verkleiden und Lüftung einbauen

Bringe eine für die Konstruktion geeignete, diffusionsoffene Fassadenbahn und die Hinterlüftungslattung an. Bei vertikalen Brettern muss die Unterkonstruktion trotzdem einen durchgehenden Luftweg von unten nach oben ermöglichen. Halte die Unterkante der Verkleidung mindestens fünf Zentimeter über der umgebenden Fläche und versieh sie mit einer sauberen Tropfkante.
Schneide zwei tiefe und zwei hohe Lüftungsöffnungen in gegenüberliegende Wände. Montiere die Gitter so, dass Schlagregen möglichst nicht eindringt, und sichere sie von innen mit Insektenschutz. Befestige die Fassadenbretter nach Vorgabe des gewählten Systems. Holz arbeitet: Zu enge Fugen oder starr verschraubte breite Bretter können sich später werfen.
Wie Du Rahmenhölzer, Außenbretter und einen sauberen Holzabschluss planst, zeigt auch unser FUXTEC-Projekt zum Sichtschutz aus Holz mit Pflanzkasten.
7. Doppeltür bauen und Sicherheit ergänzen

Miss die fertige Öffnung an mehreren Stellen aus und plane seitlich sowie zwischen den Türflügeln ausreichend Bewegungsspiel ein. Baue jeden Flügel auf einer ebenen Fläche. Eine diagonale Strebe läuft jeweils von der unteren Bandseite zur oberen Schließseite. Dadurch nimmt sie das Gewicht der äußeren Türecke auf und reduziert das Absacken.
Montiere pro Flügel drei kräftige Ladenbänder. Stelle die Türen auf gleich hohe Distanzklötze, richte sie aus und verschraube die Bänder durch ausreichend tragfähiges Holz. Ein Flügel erhält oben und unten einen Riegel, der zweite einen soliden Überwurf. Wähle Beschläge, deren Schrauben bei geschlossener Tür nicht einfach zugänglich sind.
Verankere im Inneren einen massiven Anschließpunkt am Fundament oder einem dafür dimensionierten Bauteil. Ein Fahrrad wird mit einem hochwertigen Bügel- oder Kettenschloss durch den Rahmen angeschlossen. Die geschlossene Tür ergänzt diese Sicherung, ersetzt sie aber nicht.
8. Holzschutz, Regenrinne und Innenraum fertigstellen

Runde scharfe Kanten ab, schleife Splitterstellen und entferne den Staub gründlich. Trage den geeigneten Holzschutz auf trockenen Flächen nach Herstellerangabe auf. Behandle Stirnseiten, Unterkanten, Türrahmen und spätere Schattenseiten ebenso sorgfältig wie die sichtbare Front. Bei bereits beschichtetem Konstruktionsholz prüfst Du zuvor die Verträglichkeit.
Montiere die Regenrinne, Türfeststeller und eine flache Schwelle oder kleine Rampe. Im Innenraum reichen häufig ein Bodenständer, einige Haken für Helme und ein schmales Regal über Lenkerhöhe. Halte Fluchtweg, Türöffnung und Lüftung frei. Stelle beide Räder probeweise in entgegengesetzter Richtung ein und prüfe, ob Pedale, Lenker und Taschen einander nicht blockieren.
Fahrradgarage für E-Bikes richtig nutzen
Eine trockene Fahrradgarage schützt Motor, Kontakte und mechanische Bauteile vor direktem Regen. Extreme Hitze und Frost bleiben in einem kleinen Holzbau trotzdem möglich. Nimm einen entnehmbaren E-Bike-Akku bei sehr niedrigen oder hohen Temperaturen mit in einen geeigneten Innenraum und beachte die Lagerhinweise des Herstellers.
Wenn Du in der Garage laden möchtest, muss die Elektroinstallation fachgerecht für Feuchtigkeit, Außenbereich und den vorhandenen Stromkreis ausgelegt sein. Lade den Akku nur mit dem vorgesehenen Ladegerät, auf einer nicht brennbaren Unterlage und so, dass Du den Vorgang bemerkst. Ein Akku, der heruntergefallen, verformt, beschädigt oder auffällig heiß ist, gehört vor dem nächsten Laden in fachkundige Prüfung.
Holzgarage warten und lange trocken halten
Kontrolliere die Fahrradgarage im Frühjahr und vor dem Winter. Entferne Laub aus Rinne und Dachablauf, prüfe Dachbahn, Randprofile, Schrauben, Türbänder und Fundamentanschlüsse. Lüftungsöffnungen müssen frei bleiben. Hakt eine Tür, suchst Du zuerst nach einer gelockerten Verbindung oder aufgequollenem Holz, bevor Du den Flügel einfach kleiner sägst.
Wann ein neuer Schutzanstrich erforderlich ist, hängt von Holzart, Produkt und Wetterseite ab. Stumpfe, rissige oder stark ausgewaschene Flächen werden gereinigt, angeschliffen und passend zum bestehenden System nachbehandelt. So bleibt die Fahrradgarage nicht nur ansehnlich, sondern kann nach einem Regenschauer wieder zuverlässig abtrocknen.
Noch mehr FUXTEC-Bauprojekte für Deinen Garten
Wenn nach der Fahrradgarage noch Holz und Tatendrang übrig sind, findest Du im FUXTEC-Gartenratgeber weitere Projekte mit Zuschnitt, Rahmenbau, Verschraubung und Holzschutz.
Fahrradgarage aus Holz selber bauen: Unser Fazit
Eine gute Fahrradgarage ist kein luftdichter Kasten, sondern ein wettergeschützter, belüfteter und fest verankerter Stellplatz. Für zwei normale Räder bietet unsere FUXTEC-Variante mit etwa 175 × 240 Zentimetern eine kompakte Grundfläche. Das Pultdach, der angehobene Boden und die hinterlüftete Holzfassade halten Wasser von den empfindlichen Bauteilen fern.
Nimm Dir bei Fundament, Rahmen und Türen Zeit für exaktes Messen. Ein kleiner Fehler im Grundriss wandert sonst bis zum Dach und zeigt sich spätestens an klemmenden Türflügeln. Mit einem vollständigen Zuschnittplan, korrosionsbeständigen Beschlägen und den passenden FUXTEC-Akku-Werkzeugen entsteht so eine Fahrradgarage, die Deine Räder ordentlich unterbringt und sich harmonisch in den Garten einfügt.