
Premium-Scheren-Set FX-SPS3
Das Trio aus Reb-, Ast- und Heckenschere begleitet Dich vom feinen Pflegeschnitt bis zum kräftigeren Gehölz.
- Rebschere bis 24 mm
- Astschere bis 43 mm
- Ergonomische, rutschfeste Griffe
Inhaltsverzeichnis
Wenn sich die Krone im warmen Licht dicht und grün zeigt, ist gut zu erkennen, wo junge Zweige Früchte beschatten, nach innen wachsen oder dem Baum unnötig Kraft rauben. Genau hier setzt der Sommerschnitt an. Er ist kein radikaler Obstbaumschnitt, sondern eine gezielte Pflege: Du nimmst nur so viel heraus, dass Luft und Sonne wieder ihren Weg durch das Laub finden.
Bei Äpfeln und Birnen liegt das passende Zeitfenster meist zwischen Frühsommer und August. Kirsche, Pflaume, Aprikose und Pfirsichbäume werden häufig direkt nach der Ernte gepflegt. Auch Reben, Kiwi und Beerensträucher profitieren von sommerlichen Handgriffen. In diesem Ratgeber erfährst Du, welche Pflanze zu welchem Zeitpunkt an die Reihe kommt, welche Triebe bleiben dürfen und welches Werkzeug den Schnitt sauber und kontrolliert macht.
Ein Schnitt im Sommer bremst den Wuchs stärker als eine vergleichbare Maßnahme in der Ruhezeit. Der Baum hat bereits Energie in Blätter und diesjährige Triebe gesteckt. Wird ein Teil davon behutsam herausgenommen, kann er ruhiger austreiben und der Neuaustrieb fällt gemäßigter aus. Gleichzeitig gelangt mehr Licht in die Krone. Das hilft vorhandenen Früchten beim Ausreifen und unterstützt die Bildung gut belichteter Blütenknospen für das Folgejahr.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Wundheilung. Während der Vegetationszeit kann der Baum eine kleine Schnittwunde zügig abschotten. Das bedeutet aber nicht, dass große Eingriffe jetzt grundsätzlich besser wären. Entferne vor allem junges, ungünstig stehendes Holz und verschiebe eine umfangreiche Kronensanierung auf einen fachlich passenden Termin.
Schau vor Beginn gründlich ins Geäst. Bewohnte Vogelnester, Bruthöhlen und andere Fortpflanzungsstätten sind tabu. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind im Garten zwar grundsätzlich möglich, Tiere dürfen dabei jedoch weder gestört noch ihre Nester beschädigt werden. Prüfe zusätzlich, ob vor Ort eine Baumschutzsatzung gilt.
Der ideale Zeitpunkt hängt von Art, Wuchsstärke, Reife und Wetter ab. Arbeite an einem trockenen, milden Tag. Bei brütender Hitze oder anhaltendem Regen bleibt die Schere besser im Schuppen. Die folgende Übersicht zeigt Dir die üblichen Termine der wichtigsten Kulturen.
| Obstart | Zeitfenster | Typische Maßnahme |
|---|---|---|
| Kernobst: Äpfel, Birnen, Quitten | Juli und August | Steile Austriebe herausnehmen, Krone sanft belichten |
| Süß- und Sauerkirsche | Mit oder unmittelbar nach dem Pflücken | Krone auslichten, abgetragenes Holz ableiten |
| Pflaume, Zwetschge, Mirabelle | Juli bis September, bevorzugt nach dem Pflücken | Dichtes und krankes Holz maßvoll auslichten |
| Aprikose, Pfirsichbaum, Nektarine | Während der Vegetation oder nach dem Pflücken | Abgetragenes Holz auf junge Ersatztriebe ableiten |
| Walnuss | August bis Anfang September | Nur nötige Korrekturen bei trockenem Wetter |
| Kiwi | August bis September | Fruchtende Seitenzweige begrenzen, Schlingtriebe beseitigen |
| Weinrebe und Beerensträucher | Je nach Kultur ab Juni beziehungsweise nach dem Pflücken | Grünarbeiten oder abgeerntete Ruten herausnehmen |
Geh einmal um den Baum herum und schau auch von unten ins Kroneninnere. Markiere gedanklich Totholz, beschädigte Partien, sich kreuzende Zweige und steile Langtriebe. Ein guter Schnitt beginnt nicht am ersten erreichbaren Ast, sondern mit einer klaren Vorstellung davon, was bleiben soll.
Arbeite zuerst alles ab, was gebrochen, abgestorben oder sichtbar krank ist. Reinige das Werkzeug bei auffälligen Stellen vor dem nächsten Gehölz. Schneide immer ins gesunde Holz und entsorge befallenes Material entsprechend der Erkrankung, statt es unbedacht auf dem Kompost zu verteilen.
Bei noch weichen Wasserschossen lassen sich kräftige Steiltriebe mit einem beherzten Ruck am Ansatz ausreißen. Dabei werden auch die schlafenden Augen an der Basis mit entfernt. Ist der Austrieb bereits verholzt, setzt Du eine scharfe Schere sauber am Ansatz an. Waagerechtes oder leicht ansteigendes Holz bleibt eher stehen, weil sich daran wertvoller Fruchtansatz entwickeln kann.
Soll ein stärkerer Ast kürzer werden, wird er auf einen passenden, nach außen gerichteten Seitenast abgeleitet. Junge Zweige setzt Du wenige Millimeter oberhalb einer außen liegenden Knospe ab, ohne einen langen Stummel stehen zu lassen. Schneide kräftiges Holz nicht einfach irgendwo durch: Solche Kappstellen treiben oft büschelig wieder aus.
Nimm nie auf einmal große Teile der belaubten Krone weg. Die Blätter ernähren die Pflanze und schützen heranwachsende Früchte vor Sonnenbrand. Hängt ein Apfelast übervoll, kannst Du kleine, kranke oder beschädigte Exemplare ausdünnen. Das entlastet das Holz und verteilt die Kraft auf die verbleibende Frucht.
Kontrolliere, ob die Krone gleichmäßig ausgelichtet ist und keine Stummel zurückbleiben. Kleine Wunden dürfen in der Regel offen verheilen. Große Äste, faules Holz oder statisch wichtige Kronenteile gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Nach der Arbeit säuberst Du Klingen, Gelenke und Sägekette und lagerst alles trocken.
Sauberer Schnitt, gesunde Krone
Mit scharfen Klingen arbeitest Du pflanzenschonend und kontrolliert. Wähle das Werkzeug nach Astdicke und Reichweite – nicht danach, wie viel Kraft Du gerade aufbringen kannst.

Das Trio aus Reb-, Ast- und Heckenschere begleitet Dich vom feinen Pflegeschnitt bis zum kräftigeren Gehölz.

Für höher sitzende Bereiche bietet die ausziehbare Stange zusätzliche Reichweite, während Deine Füße sicher am Boden bleiben.
Apfelbäume und Birnenbäume reagieren auf die sommerliche Pflege vor allem mit weniger Triebkraft. Rund um Ende Juni beginnt der sogenannte Juniknip. Da nur junge Triebe entfernt werden, lässt sich das Wachstum des Baumes früh lenken. Du kannst weiche Spitzen ausbrechen oder mit der Schere entfernen, bevor sie unnötig Kraft binden und das Obst beschatten. Gut platzierte, eher flach wachsende Seitentriebe bleiben stehen, damit sich dort neue Blütenanlagen entwickeln.
Gehe mit Augenmaß vor. Das ausgewählte Holz ist einjährig. Einjährige Triebe werden nur dort eingekürzt, wo sie die Krone verdichten, andere Partien scheuern oder Früchte stark beschatten. Hängen viele Früchte am Apfel, lohnt sich nach dem natürlichen Junifall zusätzlich ein behutsames Ausdünnen. So kann das verbliebene Obst gleichmäßiger reifen, und überlastete Partien brechen nicht so leicht.

Bei Spindeln und Spalieren darf die Form stärker mitgedacht werden. Wachsende Triebe, die aus der gewünschten Ebene herausragen, leitest Du auf ein passendes Auge oder einen flacheren Seitentrieb ab. Ein harter Eingriff an altem Holz gehört dagegen nicht in diese sommerliche Pflegerunde.
Quitten behandelst Du ähnlich zurückhaltend. Nimm in der belaubten Zeit nur steile Austriebe sowie scheuerndes oder krankes Holz heraus. Die grundlegende Formkorrektur bleibt eine Aufgabe für die Ruhezeit, denn ein zu starker Eingriff kann auch bei der Quitte eine kräftige Reaktion auslösen.
Kirschen, Pflaumen, Aprikosen und ähnliche Kulturen gehören zu den Gehölzen, die besser im Sommer geschnitten werden. An Süß- und Sauerkirschen ist die Zeit während oder unmittelbar nach dem Pflücken praktisch: Die Krone ist noch belaubt, Schnittstellen können zügig reagieren und die Höhe lässt sich beim Abernten gleich mit beurteilen.
Bei der Süßkirsche nimmst Du ungünstig stehendes Holz heraus und leitest überlange Leitäste auf jüngere, nach außen gerichtete Partien ab. Sauerkirschen bilden einen großen Teil ihres Obstes am vorjährigen Holz. Hier werden abgetragene, herabhängende Partien auf junge Ersatztriebe zurückgeschnitten. Zu viel junges Holz darf nicht verschwinden, sonst fehlt die Grundlage für die nächste Saison.

Pflaume, Zwetschge und Mirabelle werden ebenfalls behutsam nach dem Pflücken geöffnet. Aprikose und Pfirsichbäume reagieren empfindlich auf große Wunden; bei ihnen arbeitest Du besonders zurückhaltend. Diese Art bildet ihre Früchte überwiegend an den Trieben des Vorjahres. Abgetragene Partien leitest Du daher auf kräftige junge Ersatztriebe ab, statt die Krone gleichmäßig rund zu stutzen.
Eine Walnuss wird möglichst selten und nur bei echtem Bedarf korrigiert. Nötige Schnitte setzt Du vorzugsweise im August oder Anfang September, wenn der Saftdruck geringer ist und die Wunden noch reagieren können. Eine Feige braucht ebenfalls keinen regelmäßigen starken Schnitt. Hier reichen meist das Herausnehmen von Frostschäden, Bodentrieben und sich kreuzendem Holz sowie eine maßvolle Größenkorrektur.
Mehr schaffen, Hände entlasten
Wenn die Handschere an ihre Grenze kommt, unterstützen Dich diese kabellosen Geräte bei Sträuchern, kleinen Bäumen und stärkerem Holz.

Leicht, leise und schnell zur Hand: ideal für kontrollierte Arbeiten an Sträuchern und kleineren Gehölzen.

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In den ersten Standjahren braucht die Krone zunächst ein stabiles Grundgerüst. Leitäste sollen in einem ausgewogenen Winkel stehen und der Mitteltrieb klar erkennbar bleiben. Entwickelt sich daneben eine steile Rute, die mit der Mitte konkurriert, wird sie frühzeitig herausgenommen oder in eine günstigere Position gebunden. So musst Du später keine dicken Wunden verursachen.
Beim Sommerschnitt für Obstbäume in den ersten Standjahren gilt Zurückhaltung. Entferne nur eindeutig ungünstige konkurrierende Partien und solche, die senkrecht nach oben wachsen oder sich reiben. Die weitere Formgebung richtet sich nach Baumform, Unterlage und Sorte. Gerade an jungen Obstbäumen ist Binden oft klüger als Einkürzen: Flacher gestellte Partien beruhigen sich und können früher Früchte tragen.
Bei der Rebe ersetzt die Laubarbeit nicht den Hauptschnitt in der Ruhezeit. Ab Juni brichst Du überflüssige Austriebe am Stamm aus, bindest kräftige Fruchtruten an und kürzt nur sehr lange, störende Spitzen. Ab Ende Juli darf rund um die Trauben etwas Laub weichen, damit sie nach Regen schneller abtrocknen. Mache das schrittweise und nicht auf der sonnenzugewandten Seite in einem Arbeitsgang, sonst droht Sonnenbrand.
Fruchttragende Rebtriebe werden nicht kahl gemacht. Mehrere Blätter hinter der letzten Traube bleiben zur Versorgung stehen. Kräftige Geiztriebe kannst Du begrenzen, schwache oder für den Aufbau wichtige Austriebe lässt Du arbeiten. Das Ziel ist ein luftiger, aber weiterhin gut belaubter Stock.
Bei der Kiwi werden im August oder September zu lange Seitenzweige auf etwa fünf bis sieben Blätter begrenzt. Schlingtriebe, die andere Partien einschnüren, nimmst Du am Ansatz heraus. Trägt die Pflanze, bleibt hinter der letzten Frucht ausreichend Laub stehen. Eine kräftige Jungpflanze darf zunächst ihr Gerüst aufbauen und wird nicht vorschnell kurz gehalten.
Sommerhimbeeren tragen an vorjährigen Ruten. Sobald sie abgeerntet sind, werden genau diese braunen Ruten bodennah herausgenommen; kräftige grüne Jungruten bleiben für die nächste Saison stehen. Bei Brombeeren gilt ein ähnliches Prinzip, wobei die neuen Ranken sauber am Gerüst geführt werden.
Rote und weiße Johannisbeeren liefern besonders gut an zwei- und dreijährigem Holz, schwarze Sorten eher an jüngerem Holz. Nach dem Pflücken nimmst Du daher je nach Alter einige der ältesten Gerüstäste bodennah heraus. Stachelbeeren werden ebenfalls luftig gehalten, damit Sonne und Wind das Innere erreichen und die dornige Ernte später angenehmer wird.

Vom Gras unter dem Obstgehölz bis zum höheren Ast: Mit Schnellkupplung wechselst Du passend zur Gartenrunde zwischen Trimmer, Heckenschere und Kettensägenaufsatz.
Beide Termine verfolgen unterschiedliche Ziele. Die Sommerpflege beruhigt das Triebwachstum, verbessert Licht und Luft in einer dicht belaubten Krone und eignet sich besonders für kleine Korrekturen. Der Winterschnitt wird bei vielen Kernobstformen genutzt, um das Grundgerüst zu ordnen und einen kräftigeren Austrieb anzuregen. Mehr zur Arbeit in der Ruhezeit findest Du in unserem FUXTEC Ratgeber Baumschnitt im Winter richtig planen.
Ein alter, lange ungepflegter Obstgarten wird nicht in einer einzigen Saison wieder in Form gebracht. Verteile starke Korrekturen über mehrere Jahre oder hole Dir fachliche Unterstützung. So bleiben Krone, Wurzel und Ertrag im Gleichgewicht.
Für weiches Holz bis etwa Daumenstärke ist eine scharfe Bypass-Schere die erste Wahl. Bei dickeren Partien bringt eine Astschere mehr Hebel, während eine Teleskoplösung schwer erreichbare Bereiche vom Boden aus zugänglich macht. Akku-Handastsäge und Akku-Kettensäge übernehmen kräftigeres Holz. Nutze motorisierte Sägen immer beidhändig, mit vollständiger Schutzausrüstung und ausschließlich entsprechend der Bedienungsanleitung.
Eine Top-Handle-Säge ist kein handlicher Ersatz für die normale Kettensäge. Sie ist ein Spezialgerät für geschulte Baumpfleger. Welche Bauform zu welcher Arbeit gehört, erklären wir ausführlich im Beitrag Unterschied zwischen Baumpflegesäge und normaler Kettensäge.

Für ausgebildete Anwender
Die kompakte 2-Takt-Säge ist für professionelle Arbeiten in Baumkronen konstruiert. Ihr geringes Gewicht und die kurze Schneidgarnitur unterstützen ein bewegliches Handling beim Entasten.
Ein sonnenhungriger Obstgarten braucht trotzdem Blätter. Wird die Krone auf einen Schlag stark geöffnet, fehlen Assimilationsfläche und natürlicher Sonnenschutz. Arbeite besser in kleinen Schritten und tritt zwischendurch zurück, um die Gesamtform zu prüfen.
Nicht jedes senkrechte Grün ist nutzlos. An einer kahlen Stelle kann ein passender Austrieb später zum neuen Seitenast werden. Entscheide deshalb nach Position und Zukunftswert – nicht allein nach Wuchsrichtung.
Extremwetter belastet die Pflanze zusätzlich. Stumpfes Werkzeug quetscht das Gewebe, schmutzige Klingen können Erreger übertragen. Ein trockener, mäßig warmer Tag und gepflegtes Werkzeug sind die beste Grundlage für glatte Schnitte.
Strecke Dich nicht seitlich aus einer Leiter heraus und führe dort keine Motorsäge. Nutze für erreichbare Höhen ein Teleskopwerkzeug vom Boden aus. Für große Kronen, schwere Partien oder Arbeiten mit Absturzgefahr beauftragst Du einen qualifizierten Baumpflegebetrieb.
Der beste sommerliche Pflegeschnitt ist kein Kahlschlag am Baum. Du lenkst junge Partien, holst störendes Holz heraus und lässt genug Blattmasse stehen, damit die Pflanze ihre Früchte versorgen kann. Bei Äpfeln und Birnen liegt der Schwerpunkt auf Steiltrieben und Belichtung, bei Kirschen und verwandten Arten auf der Pflege nach dem Pflücken. Wein, Kiwi und Beeren folgen jeweils ihrem eigenen Rhythmus.
Nimm Dir Zeit, betrachte die Krone immer wieder aus etwas Abstand und setze lieber wenige saubere Schnitte als viele vorschnelle. Mit dem passenden FUXTEC-Werkzeug bleibt die Arbeit kontrolliert – und Dein Obstgarten kann gesund, sonnig und voller Vorfreude auf die nächste Saison weiterwachsen.
Apfel- und Birnbäume werden meist zwischen Ende Juni und August geschnitten. Bei Süßkirsche, Sauerkirsche, Pflaume, Zwetschge, Aprikose und Pfirsich liegt der passende Zeitpunkt häufig direkt nach der Ernte. Schneide an einem trockenen, milden Tag und vermeide Arbeiten bei starker Hitze oder anhaltendem Regen.
Ein maßvoller Sommerschnitt eignet sich unter anderem für Apfel, Birne, Quitte, Kirsche, Pflaume, Zwetschge, Mirabelle, Aprikose und Pfirsich. Auch Walnuss, Weinreben, Kiwi, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren erhalten im Sommer passende Pflege- oder Ernteschnitte. Zeitpunkt und Schnitttechnik müssen jedoch immer zur jeweiligen Pflanzenart passen.
Schonende Form- und Pflegeschnitte sind nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz grundsätzlich auch zwischen dem 1. März und dem 30. September möglich. Dabei dürfen jedoch keine brütenden Vögel, besetzten Nester oder geschützten Lebensstätten gestört oder beschädigt werden. Zusätzlich können kommunale Baumschutzsatzungen gelten, die Du vor einem größeren Eingriff prüfen solltest.
Ungünstig stehende Wassertriebe kannst Du im Sommer am Ansatz entfernen. Noch weiche Triebe lassen sich häufig vorsichtig ausreißen, während bereits verholzte Triebe mit einer scharfen Gartenschere sauber abgeschnitten werden. Entferne aber nicht jeden senkrechten Trieb, denn ein gut platzierter Austrieb kann später als neuer Seitenast oder Ersatztrieb dienen.
Der Sommerschnitt sollte ein behutsamer Pflege- und Auslichtungsschnitt bleiben. Entferne vor allem abgestorbenes, beschädigtes, sich kreuzendes oder nach innen wachsendes Holz sowie ausgewählte Steiltriebe. Nimm nicht zu viel Blattmasse auf einmal weg, da die Blätter die Früchte versorgen und vor Sonnenbrand schützen. Starke Kronenkorrekturen solltest Du über mehrere Jahre verteilen.
Der Sommerschnitt bremst das Wachstum, verbessert die Belichtung der Früchte und eignet sich für kleinere Korrekturen an der belaubten Krone. Der Winterschnitt wird bei vielen Kernobstbäumen genutzt, um das Kronengerüst zu ordnen und einen stärkeren Neuaustrieb anzuregen. Beide Schnitttermine ergänzen sich und sollten passend zu Obstart, Alter und Zustand des Baumes gewählt werden.

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